Flusskrebsschwänze in Wermut-Sahne-Soße

Da ich am Tisch ungern im Essen pule, greife ich gern auf küchenfertige Flusskrebsschwänze zurück.  Diese sind mit 1,50 € je 100 g äußerst günstig und eine Tischdeckenreinigung muss bei der Menüplanung preislich auch nicht kalkuliert werden. Das Gesparte sollte allerdings gleich in einen guten Wermut investiert werden, da die Soße mit billigem Discounter-Fusel nicht den erhofften Genuss erzeugen dürfte. Gleichermaßen verhält es sich mit der Estragonbeigabe. Guter und frischer Estragon sollte leicht nach Anis oder Fenchel schmecken. Ist Estragon in dieser Qualität nicht erhältlich, kann stattdessen ein kleines Stück Fenchel oder 1-2 Fenchelsamen in die Soße gegeben werden.

Rezept für 2-3 Personen:

200 g küchenfertige Flusskrebsschwänze
1 Zweig frischer Estragon
20 Stengel Schnittlauch
200 ml Fischfond
200 g Sahne
das Grün einer Stange Lauch (das Weiß kann für die Beilage verwendet werden, siehe Ende des Beitrags)
1 kleine Schalotte (halbiert)
1 Knoblauchzehe (halbiert)
20-40 cl trockener Wermut (z. B. Noilly Prat)
Salz und Pfeffer nach Belieben

1 Prise Zucker oder ein Spritzer flüssiger Süßstoff
Limettenscheiben für die Garnitur

Sahne, Zucker und Fond in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auf die Hälfte reduzieren.

Dann Wermut, Schalotte, Knoblauch, Estragon und den Lauch dazugeben und 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Den Lauch, die Schalotte und den Knoblauch aus dem Topf nehmen und entsorgen. Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun die Flusskrebse in die Soße geben und 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.

Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Als Beilage passt z. B. ein Lauch-Kartoffelpüree und Limettenscheiben.

Dazu Kartoffelpüree herstellen. Das Weiße des Lauch längs in feine Streifen schneiden und im heißen Salzwasser kurz blanchieren.

Die blanchierten Lauchstreifen unter das Püree mischen.

Anrichten und mit dem Schnittlauch garnieren.



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