Pastasotto

„Wenn für Risotto die Zeit nicht reicht.“ Unter dieser Empfehlung fanden wir neulich in einer Kochzeitschrift ein Rezept für „Pastasotto“, bei dem statt Reis Nudeln in Reiskornform verwendet werden. Als Beispiel  wurden griechische Kritharáki-Nudeln angeführt. Bis ins Mark erschüttert von dieser genialen Idee rechneten wir sofort nach: Statt 18 Minuten Kochzeit (für Reis) werden nur noch 11 Minuten (für Nudeln) benötigt. Sagenhaft! Was man mit 7 Minuten nicht alles machen kann: Ein Bier zapfen beispielsweise oder die Tagesschau zur Hälfte gucken. Zutiefst beeindruckt machten wir den Test:

Rezept für 3 bis 4 Personen (als Beilage):

250 g Nudeln in Reiskornform
1 Zwiebel, fein geschnitten
500 ml Gemüsefond oder -brühe (alternativ Geflügelfond)
1 – 2 Lauchzwiebeln
ca. 6 getrocknete Tomaten (alternativ: getrocknet und in Öl eingelegt)
4 EL Pinienkerne, geröstet
50 g Parmesan, fein gerieben
30 g Butter
Olivenöl zum Braten
Salz, Pfeffer

Lauchzwiebel(n)  in feine Ringe schneiden, Blätter weglassen.
Tomaten in feine Streifen schneiden, kurz wässern und ausdrücken.

Die Zwiebel mit heißem Olivenöl glasig anschwitzen, ohne sie zu bräunen. Die Nudeln dazugeben und ebenfalls anbraten.
Nach und nach den Fond angießen (jeweils ca. 100 ml). Wenn die Nudeln die Flüssigkeit aufgesogen haben, nachgießen und zwischendurch immer wieder umrühren.

Kurz vor dem Ende der Kochzeit die getrockneten Tomaten, die Pinienkerne, die Lauchzwiebeln, die Butter und den Parmesan dazugeben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit: Geschmacklich überzeugt das Rezept absolut und tatsächlich kann ein Pastasotto eine schöne Abwechslung zu Pasta mit Soße oder Risotto darstellen.  Wir haben nicht griechische, sondern italienische Risoni-Nudeln verwendet (und Fond aus dem Glas).  Inklusive Schnippeln beträgt die gesamte Zubereitungszeit ca. eine halbe Stunde. Während des Garens bedürfen die Nudeln einer ähnlich ungeteilten Aufmerksamkeit wie ein Risotto, aber die Zubereitung ist weniger anspruchsvoll. Dass der Fond kalt angegossen wird, führt beispielsweise zu keinen erkennbaren Nachteilen, die Garzeit der Nudeln überschreitet allerdings die der Packungsangabe. Unterm Strich war die angebliche Zeitersparnis gegenüber einem Risotto unserer Erfahrung nach also Null, aber dafür gelingt das Rezept wirklich sehr leicht. Etwas Zeit sollte sicherheitshalber für die Suche nach geeigneten Nudeln eingeplant werden, da weder Kritharáki- noch Risoni-Nudeln zum Standardangebot von Supermärkten an der Ecke gehören. Eine Alternative wäre vielleicht fast überall erhältlicher Risotto-Reis.



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