Artikel-Schlagworte: „Brühe“
Kuru Patlıcan Dolması – Getrocknete Auberginen, gefüllt
Die leckeren, gefüllten Trockenauberginen können als Vor- oder als Hauptspeise zubereitet werden. Die vegetarische Variante dürfte sogar manche/n Fleischverehrer/innen zufriedenstellen.
Ossobuco, Osso Buco oder Beinscheibe vom Kalb
Ossobuco eignet sich prima zum Schmoren. Man erhält zartes, aromatisches Fleisch, geschmeidige Schwarte und Sehnen, einen Knochen zum Abnagen und einen Löffel lecker Knochenmark – alles auf einem Teller.
Das größte Problem bei Ossobuco ist weniger die Zubereitung als das Besorgen der Kalbshaxen. Jeder gute Metzger sollte die Kalbshaxen bereit stellen und zurecht schneiden können, die Frage ist nur, wie lange man darauf warten muss. Ich hatte Glück, meine Eltern haben mir bereits zugeschnittene Kalbshaxen aus ihrem Tiefkühlvorrat spendiert.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)
Helle Rinderbrühe – von der Grundbrühe zur Consommé
Verwunderlich, aber bei Mundgericht gab es bis dato kein Rezept für eine Rinderbrühe. Das mag daran liegen, dass bei Rind im Unterschied zu Huhn oder Lamm nicht alle Knochen, die bei Schmorgerichten übrig bleiben, für eine Brühe geeignet sind. Andererseits erhält man Rinderknochen – anders als Kalbs- oder Schweineknochen – problemlos und ohne Vorbestellung beim Metzger (wenn der Metzger keine Rinderknochen hat, würde ich sehr, sehr ernsthaft über einen Wechsel nachdenken).
Mit dem folgenden Rezept erhält man eine kräftige Rindergrundbrühe, die man nach Belieben reduzieren und/oder zur Consommé veredeln kann.
Eine helle Brühe unterscheidet sich von einer dunklen darin, dass die Knochen vor dem Köcheln nicht im Ofen geröstet werden.
Und auch wenn das Rezept Rinderbrühe lautet, tut man gut daran, einige Kalbsknochen (oder, wenn man viel Glück hat, einen Kalbshuf) hinzuzufügen, da sie mehr Kollagen enthalten. Aber Kalbsknochen habe ich leider nicht auftreiben können.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)
Schweinefilet im Wirsingmantel
Es gibt durchaus die Position, man solle konservativ essen, also in der Region und bei den Zubereitungsarten bleiben, die erprobt sind. Das hat was: Wer fern von Fast Food, Tiefkühlware usw. bleibt, der/die hält ihr und sein Gewicht. Das ist aber in der Essenz öde, fad und langweilig. Und schlimmer: Es ist nahrungsmittelzentriert, über Zutaten und Zubereitungsarten definiert und damit gnadenlos unhistorisch und unsoziologisch.
Epidemologinnen wie Kate Pickett weisen in ihrer – nunja- empirischen Weißbrotforschung darauf hin, dass nationale oder regionale sog. Esskulturen bei der Ausbreitung der Fettleibigkeit keine Rolle spielten, sondern dass dieses Problem (wie viele andere) seine Antwort darin findet, wie gleich oder ungleich nationale Gesellschaften seien, und der einfache Indikator dafür sei Einkommensgerechtigkeit.
Das hat was und ist erstmal einsichtig.
In der globalen Einkommensschere befindet sich die Bundesrepublik in einer mittleren Position. Das ist schlecht, weil es bedeutet, dass, wenn ich teures Fleisch zubereite, muss ich teuer Geld ausgeben. Das macht mich konservativ: Für 29 EURONEN pro Kilo Bio-Schweinefleisch greife ich zu bewährten Praxen, aber wenn Supermarkt XXXX korrektes, aber nicht wirklich gutes Filet für 9,99 EURO anbietet, werde ich kreativ.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)
Rotkohl – Kampf der Glasware!
Rotkohl aus dem Glas galt immer als akzeptable Alternative zu der wahren Ware. Aber erstens kriege ich bei meinen Eltern immer selbst gemachtes Rotkraut und das verdirbt den Appetit auf die Glasware. Zweitens und wichtiger wird der Industrie-Rotkohl nun auch mit Maissirup gezuckert und der macht den Stoffwechsel kirre und fördert die Gewichtszunahme. Bezeichnet als Glucose-Fructose-Sirup wird das Teufelszeug hierzulande merkwürdig rücksichtsvoll behandelt (es scheint, als seien alle Beiträge von Lobbyisten und Agenturen verfasst), während sich Nordamerika einer Hysterie nähert und die eigene Fettleibigkeit monokausal auf den High-Fructose Corn Syrup (HFCS) reduziert.
Wie auch immer. Brian Wansink hat in seinem lesenswerten, aber unkritischen Buch “Mindlees Eating. Why We Eat More Than We Think” festgehalten, dass wir mehr als 200 Entscheidungen über Essen treffen, jeden Tag! Von früh bis spät!
Und Entscheidung 201 lautet: Der Rotkohl kommt nicht mehr aus dem Glas!
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)





Carne seca