Artikel-Schlagworte: „Schwein“

Fenchel mit Schweinefleisch

Das folgende Gericht mit anisartigem Fenchelgeschmack eignet sich  prima für die Resteverwertung von Schweinefleisch.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)

Diesen Beitrag weiterlesen »

Schweinefilet im Blätterteig

Nach dem Schweinefilet im Wirsingmantel vergangene Woche, habe ich mich gestern für die Variante im Blätterteig erwärmt. Das Problem mit dieser Version ist nicht, dass es ein 1980er Retro-Gericht ist, sondern dass man kaum mehr Blätterteig ohne Margarine erhält. Für sachdienliche Hinweise, wo es Blätterteig mit Butter gibt, bin ich immer dankbar.
Worin liegt aber das Problem von Margarine? Nun, zuallererst ist sie ein Produkt der Kriegswirtschaft, das Napoleon III. in Auftrag gab, um die Fettversorgung seiner Soldaten zu sichern (Butter ist insbesondere bei imperialer Expansion gen Süden ein logistisches Problem: Sie ranzt und schmilzt).
Der eigentliche Sündenfall der Margarine besteht des Weiteren darin, dass sie eines der ersten synthetischen Nahrungsmittel ist und seit über 100 Jahren als gesunde Alternative zur Butter beworben wird. Der Vorteil der Margarine gegenüber der Butter aus der Marketingperspektive besteht darin, dass man die Zutaten nach dem vorherrschenden Diät-Wahn der jeweiligen Dekade ändern kann: Transgene Fette sind schlecht? Dann halt raus damit, bis die nächste Sau durchs Dorf und aus der Margarine raus getrieben wird.
Margarine ist keine Alternative zur Butter, sondern ein minderwertiger Ersatz und das wussten sowohl die Verbraucher/innen im späten 19. Jahrhundert als auch die Gesetzgeber in fünf US-amerikanischen Bundesstaaten, die damals verfügten, dass all diese Butterimitate pink einzufärben seien, auf dass sie ja niemand mit Butter verwechsele. Eine ähnlich weise gesetzgeberische Vorsicht hat sich bis 2008 auch in der kanadischen Provinz Quebec erhalten, wo Margarine keinesfalls gelb sein durfte. In den USA wurde 1938 per nationalem Gesetz verfügt, dass Margarine und andere Produkte, die den Verbraucher täuschen, sichtbar mit dem Wort “Imitat” versehen werden müssen. Diese Vorschrift ist 1973 zur Freude der Lobbyisten gekippt worden und seitdem steigt das Gewicht der Amerikaner. (Mehr zur Margarine u. a. bei Michael Pollan (2008): In Defense of Food, Pinguin Press, S. 33 ff.)
Also ich kann prima auf Margarine und deren Derivate verzichten, aber beim Blätterteig scheint das nur schwer möglich.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)

Diesen Beitrag weiterlesen »

Schweinefilet im Wirsingmantel

Es gibt durchaus die Position, man solle konservativ essen, also in der Region und bei den Zubereitungsarten bleiben, die erprobt sind. Das hat was: Wer fern von Fast Food, Tiefkühlware usw. bleibt, der/die hält ihr und sein Gewicht. Das ist aber in der Essenz öde, fad und langweilig. Und schlimmer: Es ist nahrungsmittelzentriert, über Zutaten und Zubereitungsarten definiert und damit gnadenlos unhistorisch und unsoziologisch.
Epidemologinnen wie Kate Pickett weisen in ihrer – nunja- empirischen Weißbrotforschung darauf hin, dass nationale oder regionale sog. Esskulturen bei der Ausbreitung der Fettleibigkeit keine Rolle spielten, sondern dass dieses Problem (wie viele andere) seine Antwort darin findet, wie gleich oder ungleich nationale Gesellschaften seien, und der einfache Indikator dafür sei Einkommensgerechtigkeit.
Das hat was und ist erstmal einsichtig.
In der globalen Einkommensschere befindet sich die Bundesrepublik in einer mittleren Position. Das ist schlecht, weil es bedeutet, dass, wenn ich teures Fleisch zubereite, muss ich teuer Geld ausgeben. Das macht mich konservativ: Für 29 EURONEN pro Kilo Bio-Schweinefleisch greife ich zu bewährten Praxen, aber wenn Supermarkt XXXX korrektes, aber nicht wirklich gutes Filet für 9,99 EURO anbietet, werde ich kreativ.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)

Diesen Beitrag weiterlesen »

Schweinegeschnetzeltes mit Curry

schweinegeschnetzeltes-mit-curry

Geht blitzschnell und läßt sich, je nach Wahl der Currymischung, von sanft bis höllenscharf variieren. Ich bevorzuge für dieses Gericht die helle englische Currymischung. Sie ist für europäische Gaumen gut konsumierbar und auch für ungeübte Curryliebhaber kein Grund um unter Tränen in die Serviette zu beissen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Gefüllte Paprika – rehabilitiert

gefuellte-paprika

Gefüllte Paprika, vorzugsweise von Reis begleitet, war eine Domäne meiner Großtante – eine lecker Kindheitserinnerung. Danach kamen die klammen Tage des Studiums mit dem kulinarisch eher bescheiden zu nennenden Anspruchshorizont der Studierenden: Abgepacktes Hackfleisch aus dem Supermarkt, lieblos und ungewürzt in die Paprika gequetscht und bei zu hoher Hitze zu schnell gar gemartert. Das Resultat: Fades, trockenes Fleisch in einer ledrigen Paprika. Und dazu: Chianti aus der Bastflasche. Ich kann bezeugen, dass die Kombination aus Studenten + Hackfleisch + Chianti nicht immer, aber signifikant häufig zum Übergeben führte. Das hat mir sowohl die gefüllte Paprika wie den Chianti über lange Jahre nachhaltig verleidet.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)

Diesen Beitrag weiterlesen »

Kategorien
Zufällig ausgewählt
Top40-Schlagworte
EnglishGerman