Archiv für die Kategorie „Geflügel (B)“
Tscherkessisches Huhn – Çerkez tavuğu
Das tscherkessische Huhn ist eine äußerst leckere Zubereitung aus Huhn mit Walnüssen und eine in der Türkei beliebte kalte oder warme meze. Türkische meze sind Vorspeisen, Snacks oder auch “nur” eine Beilage zum Rakı. Zu meze zählt bisweilen auch eine Schale mit Nüssen oder mit Oliven. Üblicherweise aber bedürfen die unzähligen Varianten der kalt oder warm servierten meze einer Zubereitung in der Küche wie z. B. İmam bayıldı oder Havuç ezmesi. Das tscherkessische Huhn ist einfach zuzubereiten, der benötigte Zeitaufwand entspricht etwa dem einer Hühnersuppe.
Zitronen-Hühnerbrust mit Rosmarin und Oliven gedämpft
Gefüllt mit frischen Zutaten und einem ordentlichen Schuss Zitronensaft, sollte den Päckchen eine Ruhepause von 1-2 Stunden im Kühlschrank vergönnt sein. So haben die Aromen genügend Zeit, in das Fleisch einzuziehen. Zubereitet wird das Ganze dann auf dem Grill oder wie in diesem Beitrag beschrieben im Backofen.
Asiatisches Aluhuhn vom Grill
Hühnerfilet in Alu oder wie verwandele ich kulturelles in ökonomisches Kapital?
Robert Putnam hat im Jahr 2000 mit seinem Buch “Bowling alone” dafür gesorgt, dass der von Pierre Bourdieu fein ausdifferenzierte und operationalisierbar gemachte Begriff “Soziales Kapital” gnadenlos popularisiert und trivialisiert worden ist: “Ich kenne viele Leute und hab’ ganz dolle viel soziales Kapital.” Völliger Quatsch, aber leider nicht ohne Folgen. Ich denke, der Erfolg des Buches liegt an dem Bild: Alleine Bowlen mutet in der Tat etwas merkwürdig an. Daher habe ich etwas Ähnliches unternommen: Alleine Grillen! Ist ähnlich abseitig, oder? Das atavistische Ritual, Fleisch über offenem Feuer bzw. Glut zu garen, genießt man am besten in der Gruppe oder besser Horde: Das Leitmännchen wirft große Batzen Fleisch auf den Rost, gibt Bier darüber und unterhält die subalternen Klassen mit Zoten. Tja, wer es so mag oder nicht anders kann, aber alleine Grillen ist wenigstens Grillen mit jemanden, den man mag! Und es ist auch sozialer, schließlich kann man neue Gerichte ausprobieren, ohne die werten Gäste zu Versuchskaninchen zu machen. Es ist überhaupt sinnvoller, Grillereignisse durch Soloauftritte vorzubereiten und abzurunden, denn nach Bourdieu verfügen wir (hoffentlich) über symbolisches, soziales, ökonomisches und kulturelles Kapital. So gesehen, kann man dann kulturelles Kapital (die Kunst des leckeren Grillguts) zur Akkumulation von ökonomischen Kapital einsetzen. Und deswegen grillte ich alleine Appetithäppchen.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)
Kräuterhuhn
Mir geht die Brühe aus, daher brauche ich zuerst ein knuspriges Huhn, das dann die (eine) Grundlage der Brühe bildet. Wir wollen ein gutes Huhn, haben aber stets die Mahnung des rechten Alt-Rockers Ted Nugent im Ohr: “Free-range chicken ain’t free and that ain’t no range. Venison is free-range. Pheasant is free-range. The almighty Ruffed Grouse is free-range. I’m free-range. Chickens are incarcerated; some are more feces picking, deathrow toxic than other. … If it can’t get away, it ain’t free-range and I ain’t interested” (Kill it and Grill it, 2003, S. 1).
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)





Krachai (Fingerwurz)