Artikel-Schlagworte: „Sellerie“

Ochsenschwanz-Sugo

Eines meiner Lieblingsrezepte. Leider ein wenig aufwendig herzustellen und leider ist Ochsenschwanz nicht mehr selbstverständlich im Angebot. Mein türkischer Fleisch- und Gemüsehändler sagte mir, dass von zehn eingekauften Ochsenschwänzen letztendlich mindestens sechs vergammeln. Die müsste man dann mit bezahlen, wodurch die Nachfrage noch mehr sinkt. Also vorsichtshalber beim Fleischer vorbestellen.

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Sellerieschnitzel mit Kräuterkartoffeln und Pancettapflaumen

Schnitzel Wiener Art gelingen auch ohne Fleisch. Optisch täuschend echt, zumindest wenn ein Schnitzel von der Pommesbude als Vergleich herangezogen wird. Wer dem “Braten” nicht traut und seinen Cholesterinspiegel auf hohem Niveau halten möchte, wird sich auf jeden Fall an den Pflaumen im Pancettamantel erfreuen.

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Sellerietoast (Clemens Wilmenrod reloaded)

Was waren das für Zeiten als der Schauspieler Carl Clemens Hahn in den 1950er Jahren als erster deutscher Fernsehkoch dem staunenden Volk das Kochen beibrachte. Der leidlich erfolgreiche Schauspieler, der wahrscheinlich vor seiner Sendung Eierkuchen von Soleiern nicht auseinander halten konnte, prägte ein ganzes Jahrzehnt. Einschaltquoten um 70%. Nicht sonderlich erstaunlich bei einem einzigen Sender zur Auswahl. Die DDR hatte Kurt Drummer noch nicht im Angebot (der kam erst ab 1958). Bis heute legendär Wilmenrods gefüllte Erdbeeren und „sein“ Toast Hawaii. Eigentlich ganz lecker, aber heute ein peinlicher Rückfall in ein längst untergegangenes Weltbild. Hier eine Variante: ein kleiner Snack für Zwischendurch oder als Amuse-Gueule. Einfach herzustellen und mal nicht die übliche Tomaten-Basilikum-Oliven-Mumpe auf dem Baguette.

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Gemüsebrühe

Gemuesebruehe

Ich habe in den vergangenen Tagen (zwischen den Jahren) meinen Brühevorrat aufgestockt: Hühnerbrühe und Fischfond.
Dazu habe ich haufenweise saisonales (Wurzel-) Gemüse gekauft und nicht alles verbraucht. Da ich ständig lese: “Gemüsebrühe braucht man immer”, ich aber nie, da ich sie bis dato durch Hühnerbrühe ersetze, machte ich mich daran, eine Gemüsebrühe zu montieren. Ich muss sagen, ich war/bin skeptisch: Brühe ohne Knochen, ohne Fett, ohne tierische Eiweiße? Wie soll da Geschmacksvolumen zusammenkommen?
Da ich wahlweise Hühnerbrühe nehme oder das Kochwasser von Gemüse, hatte ich stets entweder eine Brühe, die zu dominierend war oder eine Art Wasser mit Aromaresten nur eines Gemüses, also zu stark oder zu schwach.
Die Idee war also, eine kräftige Brühe zu brauen, die die Aromen vieler Gemüse, einiger Kräuter und weniger Gewürze vereint, ohne dass sie das jeweilige Gericht dominiert.

Und nein: Brühwürfel sind keine Alternative, sondern reines Teufelszeug. Sie bestehen tatsächlich überwiegend aus Salz. Ich kenne in der Tat Leute, denen als Kinder in den 1970er Jahren Brühwürfel zum Lutschen verabreicht worden sind, um sie zu beruhigen. Die kann man bis heute nicht zum Essen einladen, da sie jede Speise unter Salz beerdigen, weil sie sonst nicht schmecken (in den 1980er Jahren waren es dann stark übersüßte sog. Kindertees, die dauerhaft Geschmack und Zähne ruinierten und wer Achim mal trifft, frage ihn nach der Relevanz von Gewürzgurkensaft für sein coming of age …)
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)

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Fischfond (Fume de Poisson)

Fischfond-hell-und-transparent

Fischfond ist in der Fischküche unentbehrlich. Trotzdem waltet gegenüber der Brühe aus Fisch eine gewisse Vorsicht, gar ein Misstrauen. Das ist nicht angebracht, da sich Fische nicht weiter anders verhalten als Geflügel oder Knochen. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass der Fischfond maximal 30 Minuten köcheln darf, sonst droht die Gefahr, dass er leimig wird.
Die größte Herausforderung besteht hier im Binnenland darin, ausreichend Karkassen (Köpfe, Gräten, Abschnitte) aufzutreiben und zwar so frisch wie möglich. Ich werde dazu übergehen, zu kaufen, was zu haben ist, das dann einfrieren und den Fond zu machen, wenn ich mindestens 2 Kilo zusammen habe. Für das folgende Rezept hatte ich nur ein Kilo, das war knapp, aber ich habe ca. 500 ml schmackhaften und aromatischen Fond gewonnen. Der dient nun als Grundlage für Saucen, Suppen, Risotto, Fisch-Curry usw.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)

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