Artikel-Schlagworte: „Zimt“
Pochiertes Huhn
Pochieren, also das Garen mit niedriger Temperatur, eignet sich für Gemüse, Innereien und Fisch. Die Kunst besteht darin, die Temperatur über 80° und unter 95° C zu halten, also das Kochen zu vermeiden und nur einen gelegentlichen kleinen Blub zu provozieren. Ich hatte das Pochieren mit Geflügel zuvor nie probiert, aber es ist sinnvoll: Langsam in einer Brühe mit aromatischen Kräutern, Gewürzen und Gemüsen gar gezogen, entsteht so eine leckere Mahlzeit und am Ende hat man noch einige Liter leichte Brühe, die man entweder für eine Suppe verwenden oder dem üblichen Brüheprozedere unterziehen kann.
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)
Aşüre
Das Rezept für die Nachspeise Aşüre geht auf das Durcheinander in der Arche Noah zurück, das Noah dazu brachte, aus den unterschiedlichsten Zutaten ein Gericht zuzubereiteten. Herausgekommen ist Aşüre, ein ungewöhnlicher, aber sehr leckerer Nachtisch, der traditionell am zehnten Tag des ersten Monats im moslemischen Kalender hergestellt wird.
(Vielen Dank für dieses Rezept an Ayse und Matze.)
Rotkohl – Kampf der Glasware!
Rotkohl aus dem Glas galt immer als akzeptable Alternative zu der wahren Ware. Aber erstens kriege ich bei meinen Eltern immer selbst gemachtes Rotkraut und das verdirbt den Appetit auf die Glasware. Zweitens und wichtiger wird der Industrie-Rotkohl nun auch mit Maissirup gezuckert und der macht den Stoffwechsel kirre und fördert die Gewichtszunahme. Bezeichnet als Glucose-Fructose-Sirup wird das Teufelszeug hierzulande merkwürdig rücksichtsvoll behandelt (es scheint, als seien alle Beiträge von Lobbyisten und Agenturen verfasst), während sich Nordamerika einer Hysterie nähert und die eigene Fettleibigkeit monokausal auf den High-Fructose Corn Syrup (HFCS) reduziert.
Wie auch immer. Brian Wansink hat in seinem lesenswerten, aber unkritischen Buch “Mindlees Eating. Why We Eat More Than We Think” festgehalten, dass wir mehr als 200 Entscheidungen über Essen treffen, jeden Tag! Von früh bis spät!
Und Entscheidung 201 lautet: Der Rotkohl kommt nicht mehr aus dem Glas!
(Vielen Dank für diesen Beitrag an Jens.)
Panzerbeerenshake mit Safran und Ingwer
Wer hier aufgrund des Titels eine unbekannte Frucht erwartet, wird bitter enttäuscht. Botanisch ist die Banane wie auch z. B. Tomaten, Gurken, Kürbisse und Melonen eine Beere. Aufgrund der umgebenden festen Schale werden diese Beeren auch Panzerbeeren genannt.
Quittenkuchen
Nachdem ich den Quittenreigen mit Quittenkonfekt eröffnet habe, hat Achim seine verführerischen Quitten mit Hackfleischfüllung vorgestellt. Das ließ mich nicht ruhen um noch, wie man in alkoholisch beseelten Hobbykochkreisen sagt „einer geht noch“ einen nachzulegen. ‚Quitt‘ erat demonstrandum: Ein Quittenkuchen. Da Quittengelee nicht auf den nächsten Speisezetteln steht, sei es das dann auch vorerst mit Quitten.
Einfach herzustellen und wenn man sich Mühe beim Auflegen der Fruchtscheiben gibt, auch ein schöner Anblick. Die Quitten kann man natürlich auch durch Äpfel, Birnen oder Pfirsiche ersetzen.




