Borschtsch

borschtsch

Diesen russischen Eintopf sollte man am besten einen Tag vor Verzehr zubereiten. Dann ist er richtig durchgezogen und hat den typischen, herzhaften Geschmack entwickelt. Die Rote Bete immer mit Handschuhen bearbeiten. Die rote Farbe geht sonst gerne eine lang anhaltende Beziehung mit den Händen ein.

2 l      Fleischbrühe oder Wasser
250 g     Rindfleisch
2     Lorbeerblätter
1     Zwiebel
200 g     Weißkohl
150 g     Kartoffel
200 g     Rote Bete
100 g     Karotte
1 EL     Tomatenmark
100 g     Butter
1 EL     Zucker
1 EL     Essig
100 g     saure Sahne
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer

Das Rindfleisch in den 2 Litern Wasser mit einer Zwiebel und den beiden Lorbeerblättern 2 Stunden köcheln lassen. Das Fleisch herausnehmen und in kleine Würfel schneiden.

Den Weißkohl raspeln und mit den in Würfel geschnittenen Kartoffeln in die Brühe geben. Etwa 20 Minuten kochen. Unterdessen die gekochte Rote Bete (bekommt man eingeschweißt und fertig gekocht in fast jedem Supermarkt) in feine Streifen schneiden und die Karotten raspeln. Mit Butter in einer Pfanne andünsten und das Tomatenmark, den Zucker und den Essig dazugeben. Mit dem Rindfleisch in die Brühe geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch 10-20 Minuten köcheln lassen.



Weitere Empfehlungen:

2 Kommentare zu „Borschtsch“

  • Petra says:

    Dieses Rezept kann ich wärmstens empfehlen, schmeckt toll, besonders in der kalten Jahreszeit. Auch in der polnischen Küche ist dieses Gericht in vielen Varianten, wahrscheinlich pro Familie mindestens eine, fest verwurzelt. Ohne euch langweilen zu wollen stelle ich mal die in meiner Familie übliche „Heiligabendvariante“ vor. Traditionell stehen in Polen am Heiligabend 12 Speisen auf dem Tisch und eine davon ist der Czerwony Barszcz z „uszkami“ (Roter Borschtsch mit „Öhrchen“).
    Zwar soll bei diesem festlichen Mahl eigentlich alles ohne Fleisch sein, kleine Schummeleien gehen aber durch, denn der Borschtsch wird, genauso wie oben beschrieben, auf Basis einer Fleischbrühe zubereitet. Kartoffeln, Karotten und Weißkraut fallen in diesem Falle weg und das ganze ist relativ dünnflüssig. Der Clou sind natürlich die „Öhrchen“, winzige Pierogen, die wenn sie richtig geformt werden Ähnlichkeit mit einer Ohrmuschel haben. Ich habe das in 25 Jahren nicht gelernt und bin zu dem Schluss gekommen, man kann mit einem Teigradler schöne kleine Teigtaschen ausrädeln. Der Teig besteht aus Mehl, Wasser, 1 Ei und ca. 1 El. Öl, das alles wir gut verkenetet und muss etwas ruhen, später ausgerollt und gefüllt.

    Die traditionelle Heiligabenfüllung, wohlgemerkt bei meiner Schwiegermutter in Zentralpolen, besteht aus Lunge vom frischgeschlachteten Schwein (kleine Schummeleien gehen durch, s. o.), getrockneten Steinpilzen, Zwiebeln sowie natürlich Salz und Pfeffer. Die Zutaten werden alle durch den Fleischwolf gedreht (unbedingt Fleischwolf, keine Moulinette oder Mixer), wobei die Zwiebeln vorher in gutem Öl angedünstet werden und die Pilze natürlich eingeweicht. Nachdem eine schöne homogene, aber dennoch bissfeste Masse entstanden ist, evtl. etwas geriebene Semmel dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer mag kann auch noch Knoblauch dazugeben. In kochendes Salzwasser gelegt dauert es nicht lange bis sie oben schwimmen, also fertig sind.

    Die Pierogi werden auf dem Teller angerichtet und mit dem heißen Borschtsch, der nur noch aufgewärmt wird,(nicht mehr kochen lassen) übergossen. Es ist einfach köstlich!!! Lunge ist ja heute nicht so einfach zu bekommen (meine Kindheitserinnerungen an Lungenhaschee waren eigentlich immer frisch und ich hätte nicht gedacht, dass ich so etwas je wieder essen werde, bin aber inzwischen eines besseren belehrt) man kann wie ich hörte aber auch Rindfleisch nehmen, manche nehmen Geflügelmägen oder lassen das alles ganz weg und nehmen stattdessen Sauerkraut. Der Fanatasie sind keine Grenzen gesetzt.

  • Petra says:

    PS
    es empfiehlt sich, die Füllung in der heißen Pfanne kurz anzubraten!

Kommentieren

Kategorien
Zufällig ausgewählt